Sandrosen (auch als Wüstenrosen bezeichnet) bestehen aus Gips, welcher in grob- bis dickblättrigen Konkretionen (Aggregaten) im Wüstensand vorkommt. Das rosettenartige Aussehen, bzw. der Habitus dieser Aggregate steht nicht im Zusammenhang mit Rosen; der Begriff Sandrose ist eher ein "wüstenromantischer" Begriff.
Eine Sandrose (auch: Wüsten-, Baryt- oder Gipsrose) ist ein bizarres Kristallgebilde, das meist aus Sandkörnern besteht, die in einen Kristall aus Gips oder Baryt eingebettet sind.
Die wasserlöslichen Gipsrosen entstehen in heißen und trockenen Wüstengebieten, d.h. unter ariden klimatischen Bedingungen. Durch schnell verdunstende Oberflächenfeuchtigkeit wird Grundwasser durch Kapillarkräfte nach oben gefördert. Die im Wasser gelösten Salze (Sulfate) kristallisieren aufgrund der fortschreitenden Verdunstung und damit Übersättigung der Lösung aus und bilden zusammen mit dem Sand die charakteristischen, blattförmigen Strukturen. Die bekanntesten Sandrosen findet man in Nordafrika (marokkanische, algerische, tunesische und libysche Sahara), in Mexico, Südspanien, Arizona und New Mexico in den USA sowie in Namibia.